Bariton

Daniel Ochoa

Der Bariton Daniel Ochoa hat sich auf Grund seiner Wandlungsfähigkeit einen klangvollen Namen als Opern- und Konzertsänger gemacht und ist vielerorts gefragt. So debütierte er Ende 2020 unter der Leitung von Thomas Hengelbrock in der Elbphilharmonie Hamburg und 2021 unter Hans-Christoph Rademann beim Musikfest Stuttgart. Konzertreisen führen ihn in der Saison 2021/22 in Metropolen wie Oslo, Luxemburg, Wien, Athen und Madrid sowie zu seinem Debüt an das Opernhaus Zürich mit J.S. Bachs Magnificat unter Riccardo Minasi. Des Weiteren stehen mit Schuberts Winterreise Recitale im Gewandhaus zu Leipzig und in der Hamburger Elbphilharmonie auf dem Plan, sowie Orffs Carmina Burana unter Hansjörg Albrecht in der Isarphilharmonie München.

Daniel Ochoa, der als Sohn einer deutschen Mutter und eines äquatorialguineischen Vaters in der DDR geboren wurde, entdeckte seine Liebe zum Gesang bereits im Alter von fünf Jahren, im Rundfunkkinderchor seiner Heimatstadt Leipzig. Sein Gesangsstudium führte ihn an drei Hochschulen (Rostock, Leipzig, Berlin) und darüber hinaus mit inspirierenden Lehrern wie Anthony Baldwin, Hans-Joachim Beyer, Matthias Goerne, Thomas Quasthoff und schließlich mit Dietrich Fischer-Dieskau zusammen. Jeder dieser Pädagogen ermutigte Daniel auf einzigartige Weise, seine Stimme voller Demut in den Dienst der Musik und des Wortes zu stellen – eine Maxime, nach der er bis heute in jeder einzelnen Aufführung strebt. 

Daniel Ochoa erarbeitete sich über die Jahre ein breites Repertoire, das von der Renaissance bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen reicht, wobei er sich als Leipziger den Werken von Johann Sebastian Bach auf ganz besondere Weise verpflichtet fühlt. Immer wieder ist er deshalb bei Ensembles wie dem Dresdner Kreuzchor (Weihnachtsoratorium), dem Leipziger Thomanerchor (Johannespassion), dem Münchener Bachchor (h-Moll-Messe), dem Balthasar-Neumann-Ensemble (Magnificat) oder der Gaechinger Cantorey (Johannespassion) als Bach-Interpret gefragt.
Nach anfänglichen Gastengagements als Don Giovanni, Rossini-Figaro und Ottokar (Freischütz) an freien Bühnen (Dresden, Hamburg) und verschiedenen Theatern (Altenburg/Gera, Bad Lauchstädt, Flensburg) war Daniel Ochoa der Wiener Volksoper von 2012 bis 2017 als Ensemblemitglied verbunden und sang hier Partien wie Figaro- und Wildschütz-Graf, Barbiere, Giovanni, Marcello (La Bohème) und in über 20 Vorstellungen die Bariton-Partie in Carmina Burana. Besonders wichtige Anregungen kamen in dieser Zeit durch die Zusammenarbeit mit Regisseur:innen wie Brigitte Fassbaender, Achim Freyer, Marco Arturo Marelli und Rolando Villazón.
2018 beendete Daniel Ochoa seine Wiener Ensemble-Zeit, um sich vermehrt dem Konzertgesang zu widmen und realisierte seither Projekte in der Semperoper Dresden (Telemann-Kantaten), der Hamburgischen Staatsoper (Brahms Liebesliederwalzer), der Kölner Philharmonie (Mendelssohn Elias), im Concertgebouw Brügge (Beethovens Neunte), im Tschaikowsky-Saal Moskau (h-Moll-Messe) und weit über Europas Grenzen hinaus in Taipeh (Opernarien) und Kapstadt (Britten War Requiem).
Zu den besonderen Bereicherungen in Daniel Ochoas Laufbahn gehören zweifellos die Begegnungen mit Dirigenten wie Herbert Blomstedt (Carl Nielsen 3. Sinfonie), Reinhard Goebel (Bach-Kantaten), Howard Griffiths (Songs und Arien aus Gershwins Porgy and Bess), Helmuth Rilling (Johannespassion) und Paul McCreesh (Mendelssohn Die erste Walpurgisnacht).

Das Kunstlied lag Daniel Ochoa schon immer am Herzen, weil er die Herausforderung schätzt, sein Publikum hierbei fast ausschließlich mit stimmlichen Mitteln vom ersten bis zum letzten Augenblick zu fesseln und in die Miniaturwelten des Liedgesangs zu entführen. Wiederholten ersten Auftritten als Liedsänger im Leipziger Schumann-Haus folgten bald Liederabende bei verschiedenen Festivals (Mendelssohn-Festtage, Max-Reger-Tage) und schließlich an Häusern wie dem Leipziger Gewandhaus (Lieder eines fahrenden Gesellen) oder der Hamburgischen Staatsoper (Mahlers Rückert-Lieder). Eine vielbeachtete CD-Einspielung entstand 2018 von Gregor Meyers Arrangement von Schuberts Winterreise für Bariton, Klavier und gemischten Chor.

Während des lähmenden Kultur-Lockdowns entdeckte Daniel Ochoa das Unterrichten für sich und erschloss sich hier in kurzer Zeit ein neues Betätigungsfeld. Hier ist es ihm vor allem wichtig, seinen Schülern durch die Beschäftigung mit Stimme und Musik eine tiefe Lebensfreude zu vermitteln. Neben seiner regelmäßigen Tätigkeit für die Vokalakademie Niederösterreich ist Daniel Ochoa auch als privater Gesangsdozent zunehmend gefragt.

Zahlreiche zum Teil preisgekrönte CDs dokumentieren sein künstlerisches Schaffen.

unter anderem beteiligt an

7. Symphoniekonzert