Symphoniekonzert

Martin Helmchen

4. Symphoniekonzert

Fr. 22.01.2021 um 20:00 Uhr
Rudolf-Oetker-Halle

Beschreibung

Robert Schumann
Konzert-Allegro mit Introduktion d-Moll/D-Dur für Klavier und Orchester op. 134
Klavierkonzert a-Moll op. 54

Felix Mendelssohn Bartholdy
Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 56 Schottische


Martin Helmchen kommt wieder nach Bielefeld! Nach seinem Aufsehen erregenden Debüt mit Bartóks Klavierkonzerten bringt der vielgefragte Pianist nun das wunderschöne romantische a-Moll-Konzert von Robert Schumann mit. Und dazu noch das wenig bekannte Schwesterwerk, das Konzert-Allegro mit Introduktion op. 134. Schumann war als Mittzwanziger selbst drauf und dran, eine pianistische Laufbahn einzuschlagen. Erste Kompositionsversuche in Richtung Solokonzert zeugen von der ganz gebräuchlichen Absicht vieler Kollegen vor (und nach) ihm, sich selbst ein Werk „in die Finger“ zu schreiben. Eine Erlahmung seiner rechten Hand machte dem rasch ein Ende und es brauchte erst die Liebe zu seiner späteren Frau, der Klaviervirtuosin Clara Wieck, sowie ein gerüttelt Maß an Instrumentierungs-Handwerk, das er sich anhand seiner Symphonien erarbeitete, um 1841 einen neuen Versuch zu starten. Heraus kam 1845 das Klavierkonzert a-Moll, das sich umgehend einen Platz im Kernrepertoire vieler Pianist*innen eroberte und so etwas wie ein Prototyp des romantischen Klavierkonzerts wurde. Dieses wie das erwähnte spätere Konzert-Allegro, das nichts anderes ist als ein Klavierkonzert in nur einem Satz, schrieb Schumann denn auch folgerichtig für seine Frau. Beide Werke leben von einem eng verwobenen Wechselspiel zwischen Klavier und Orchester, das deutlich weniger als in herkömmlichen Klavierkonzerten die Form eines klar strukturierten Dialogs hat.
Als Schumann sich noch um seine Virtuosenkarriere kümmerte – wir schreiben das Frühjahr 1829 –, reiste sein Freund und Kollege Felix Mendelssohn Bartholdy erstmals nach England und Schottland. Nach Saisonabschluss in London, wo er als Pianist, Dirigent und Komponist gefeiert worden war, verbrachte er den Sommer damit, zusammen mit einem Freund die Northern Highlands und die Hebriden zu entdecken. Im Juli schrieb er seiner Familie nach Berlin, er habe das Schloss besichtigt, in dem Maria Stuart zur Königin Schottlands gekrönt worden war: „Es ist da alles zerbrochen, morsch, und der heitere Himmel scheint hinein. Ich glaube, ich habe heut da den Anfang meiner Schottischen Symphonie gefunden“. Bis er auch das Ende gefunden hatte, sollten allerdings noch 13 Jahre vergehen; doch die lange „Garzeit“ zahlte sich aus. Revolutionär an der Dritten ist die Vision Mendelssohns, alle vier Sätze als Teile eines großen Ganzen zu konzipieren und sie pausenlos durchspielen zu lassen. Die Schottische Symphonie zählt bis heute zu den Meilensteinen der Gattung im 19. Jahrhundert.

Termine

Kurzinfo

Veranstalter
Bielefelder Philharmoniker (Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld)

Spielort
Rudolf-Oetker-Halle
Lampingstr. 16
33615 Bielefeld
Anfahrt
Symphoniekonzert
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