Ausblick auf Programmänderungen

»Alles könnte anders sein« – Bühnen und Orchester proben ab 11. Mai für die neue Spielzeit

»Alles könnte anders sein«. Als Intendant Michael Heicks und sein Team am 4. März dieses Jahres das Motto für die kommende Spielzeit präsentierten, konnte sich kaum jemand vorstellen, wie schnell alles anders werden würde. Seit gut einem Monat ist der Spielbetrieb der Bühnen und Orchester Bielefeld komplett ausgesetzt, auch Proben finden nicht mehr statt. Nach der ersten Lockerung der Maßnahmen gegen Corona beginnen die Künstler*innen jetzt mit den Vorbereitungen für die nächste Spielzeit, um nach der Sommerpause in die neue Saison starten zu können. Ab dem 11. Mai wird der Probenbetrieb wieder aufgenommen. Bis dahin entwickelt das Haus ein Konzept für die künstlerische Arbeit, auf Basis der aktuellen Arbeits­schutz­regeln.

Theater- und Konzertaufführungen sind nach den aktuellen Beschlüssen bis zum Saisonende (2. Juli) bzw. ggf. bis Ende August nicht möglich.

»Die Mitarbeiter*innen der Bühnen und Orchester haben in den letzten Wochen alles dafür getan, aus den Nöten Tugenden zu machen. Ich bin froh und stolz darauf, dass alle Teams kreativ weitermachen, dass viele Bereiche konti­nuierlich und positiv arbeiten, dass neue Arbeitsformen ausprobiert und geschaffen werden, dass wir uns in der Stadt weiter vernetzen und Sympathien gewonnen haben« – so Michael Heicks‘ Fazit des ersten Monats mit Corona-Einschränkungen.

Optimistisch blickt Bielefelds größte Kulturinstitution in die Zukunft und auf die kommende Saison, die Ende August oder Anfang September beginnen soll: »Wir haben versucht, so viele Produktionen wie möglich zu behalten und die wegen Corona ausgefallenen Premieren neu anzusetzen«, berichtet Heicks. So sollen das Musical The Black Rider, das Schauspiel Rose Bernd, die Oper A Quiet Place (ersetzt Die Ausflüge des Herrn Brouček), das Tanzstück Puls (ersetzt Chronos), die Kammeroper All Days for Future (ersetzt Fremd) sowie Das Material und das Ensemble-Projekt Voluptas in der Spielzeit 2020/21 Premiere haben. Zudem wird Charles Gounods Faust wieder aufgenom­men. Die für Juni 2020 geplante Opern-Neuproduktion von Die Liebe zu den drei Orangen muss leider ersatzlos entfallen.

Die Premieren von Molières Der eingebildete Kranke und der Komödie Die Affäre Rue de Lourcine finden voraussichtlich in der Spielzeit 2021/22 statt. »Alles könnte anders sein« gilt auch für die Planung: Abhängig von aktuellen Entwicklungen und behördlichen Entscheidungen werden der Spielplan und die Terminierung jeweils angepasst werden.

Intendant Michael Heicks und Verwaltungsdirektorin Ilona Hannemann haben sich in einem Rundschreiben an alle Mitarbeiter*innen der Bühnen und Orchester gewandt: »Gemeinsam müssen wir wahrscheinlich auch in Zukunft flexibel und offen, kreativ und tolerant auf neue Situationen und Vorgaben rea­gieren. Das wird uns in unserer Arbeit und in unserem Miteinander kontinuierlich weiter verändern. Nehmen wir dies als Gewinn, lassen wir uns darauf ein und bleiben wir so eng in Kontakt wie möglich!«

Informationen für Gäste

Die Bühnen und Orchester bitten alle Gäste, die von den Vorstellungs­ausfällen betroffen sind, um Geduld. Inhaber*innen von Eintrittskarten und Abonnements für die Vorstellungen vom 1. Mai bis zum 2. Juli werden demnächst von der Theater- und Konzertkasse benachrichtigt.