Wir arbeiten am Wiederbeginn - Im März starten die Proben für einen möglichen Veranstaltungsbetrieb ab Mitte Mai

Die Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld bereiten sich intensiv auf einen Wiederbeginn des Veranstaltungsbetriebs in ihren Spielstätten Rudolf-Oetker-Halle, Stadttheater und Theater am Alten Markt vor. Unter der Voraussetzung, dass die dann geltenden Coronaschutzverordnungen es zulassen, sind die ersten Konzerte, Premieren und Wiederaufnahmen für Mitte Mai geplant. Der Probenbetrieb wird Anfang März in kleinen und festen Teams unter Einhaltung der Vorgaben für den Gesundheitsschutz der Beschäftigten wieder aufgenommen. Stücke, die inzwischen über mehrere Wochen und Monate geruht haben, müssen wieder erarbeitet und technisch vorbereitet werden. »Das ist sowohl eine große logistische als auch eine künstlerische und körperliche Herausforderung, so dass bis zur Wiedereröffnung mindestens sechs Wochen benötigt werden«, erklärt Intendant Michael Heicks.

Der mehrmonatige Stillstand des Veranstaltungsbetriebs führt erneut zu Anpassungen im Spielplan. »Wir haben uns die notwendigen Entscheidungen nicht leicht gemacht«, berichten Verwaltungsdirektorin Ilona Hannemann und Intendant Michael Heicks. »Unser großer Dank geht an alle Mitarbeiter*innen der Bühnen und Orchester, die in den vergangenen Wochen die für alle unbefriedigende Situation mit viel Geduld getragen und sich mit unermüdlichem Einsatz mit uns beraten und abgestimmt haben.« So können viele Produktionen gehalten oder in die nächste Spielzeit verschoben werden. Mit Leonard Bernsteins A Quiet Place und Shakespeares Der Sturm müssen nur zwei Produktionen komplett entfallen.

Auf dem Programm der Bielefelder Philharmoniker stehen bis zum Ende der Spielzeit noch zwei Kinder- und zwei Symphoniekonzerte sowie Sonder- und Open-Air-Konzerte. Kammerkonzerte befinden sich ebenfalls in Planung. Von den Eigenveranstaltungen in der Rudolf-Oetker-Halle sollen die Konzerte von The Twiolins, den New York Gypsy All Stars, dem Ensemble Modern sowie der Jazzabend A Bernstein Story stattfinden. Die für März und April 2021 angedachten Symphoniekonzerte mit den für diese Saison engagierten Gästen sollen in den kommenden Spielzeiten nachgeholt werden.

Auf folgende Premieren kann sich das Publikum bei einer Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebs noch in dieser Spielzeit freuen: die Oper Tamerlano von Georg Friedrich Händel, Frankenstein von Mary Shelley, Amphitryon von Heinrich von Kleist, die Musiktheater-Uraufführung All Days for Future sowie das Ensembleprojekt Familie Phlox. Geplant ist zudem eine szenische Operettengala im Stadttheater. Zurück auf den Spielplan kehren die Musicals Die spinnen, die Römer! und The Black Rider, das Musiktheater Dunkel ist die Nacht, Rigoletto!, die Schauspielproduktionen Blackbird, Demian, Deinen Platz in der Welt und das Tanzstück Im Rausch. Puccinis Oper La Bohème sowie Mephisto von Klaus Mann, der Janis Joplin-Abend Cry Baby und I’m no spring chicken, darling von dem Theaterkollektiv Henrike Iglesias sowie der Tanzabend Anima obscura werden in die kommende Spielzeit verschoben. Auch das Weihnachtsstück Der Räuber Hotzenplotz, das in dieser Saison mit großem Erfolg als Live-Stream zu sehen war, feiert in der Spielzeit 2021/22 Premiere auf der Bühne im Stadttheater.

Informationen zum Vorverkaufsbeginn für die geplanten Veranstaltungen bis zum Ende der Spielzeit geben die Bühnen und Orchester bekannt, sobald auf der politischen Ebene entschieden wurde, unter welchen Bedingungen die Spielstätten wieder öffnen dürfen.

Für die Zeit bis zum Wiederbeginn des Veranstaltungsbetriebs im Mai planen die Bühnen und Orchester gemeinsam mit den Ensembles neue Formate und Konzepte, die demnächst veröffentlicht werden.