Symphoniekonzert

2. Symphoniekonzert

Beschreibung

Carl Philipp Emanuel Bach
Symphonie Nr. 1 D-Dur, Wq 183

Jean Sibelius
Pelléas et Mélisande

Johann Carl Christian Fischer
Symphonie mit acht obligaten Pauken

Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie Nr. 25 g-Moll KV 183

Ausgebildet von seinem berühmten Vater wurde Carl Philipp Emanuel Bach vom preußischen Kronprinzen Friedrich 1738 als Cembalist an seine Hofkapelle nach Ruppin berufen. Hier entwickelte der »Berliner Bach«, wie er nun gern genannt wurde, anhand von über 100 Exemplaren die Gattung der Klaviersonate, was für die anbrechende klassische Epoche so etwas wie eine musikalische Grundsteinlegung war. Kaum überraschend, dass C. P. E. Bach 1741 die Formstruktur der Sonate auf seine erste (und alle weiteren) Symphonie(n) übertrug und damit ebenfalls Pionierarbeit leistete. Haydn, Mozart, Beethoven und ihre »symphonischen Zeitgenossen« sollten alsbald diese Vorlage dankbar aufgreifen, verfeinern, ausbauen und damit etablieren, was bis ins 20. Jahrhundert hinein als Standardform in Symphonien, Solokonzerten und Kammermusik betrachtet wurde. Bach selbst galt als wichtigster Komponist des »empfindsamen Stils« und seine Musik entpuppt sich als eine Art »missing link« zwischen der barocken und der klassischen Musiksprache. Sein wenig bekannter Zeitgenosse Johann Carl Christian Fischer war Musikkopist, Musiker und Theaterdirektor auf Schloss Ludwigslust bei Friedrich Franz I., Großherzog von Mecklenburg- Schwerin. Fischer schrieb seine Symphonie, die neben Paukenpaaren je zwei Trompeten und Oboen sowie Streicher erfordert, wahrscheinlich um 1790, kurz vor seinem Ruhestand. Der Anlass war eine festliche Unterhaltung im Goldenen Saal des Schlosses. Fischers C-Dur-Symphonie ist das erste bekannte Konzert für Pauken. Der finnische Romantiker Jean Sibelius hatte gerade sein Violinkonzert und seine dritte Symphonie auf dem Schreibtisch – vom Erfolg der zweiten hatte er sich sein ländliches Wohnhaus Ainola bauen können –, als das Schwedische Theater in Helsinki ihn beauftragte, für die finnische Erstaufführung von Pelléas et Mélisande eine Schauspielmusik zu schreiben. Das Stück des belgischen Dichters Maurice Maeterlinck gilt als Hauptwerk des Symbolismus und erregte schon bei seiner Uraufführung 1893 großes Aufsehen. Auch im Helsinki des Jahres 1905 wurde diese Aufführung zum Theaterereignis schlechthin; der 40-jährige Sibelius hatte seine Musik dazu weitgehend während eines Aufenthalts in Berlin verfasst und erstellte wenig später eine Suite für den Konzertbetrieb. Mozart, der bekanntlich früher als viele andere mit dem Komponieren begonnen hatte: Als 17-Jähriger war er bereits Konzertmeister im Dienste des Erzbischofs Colloredo in seiner Heimatstadt Salzburg und legte mit der 25. Symphonie seine erste in Moll vor. Die zeigt sich, verglichen mit ihren eher »galanten« Vorgängerinnen, in Dynamik, Rhythmik und Motivbildung ungewöhnlich ausdrucksstark, was die Nachwelt veranlasste, sie mit der Sturm und Drang-Zeit zu assoziieren.

Kurzinfo

Veranstalter
Bielefelder Philharmoniker (Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld)

Erster Termin war am
Fr. 20.11.2020
Spielort
Rudolf-Oetker-Halle
Lampingstr. 16
33615 Bielefeld
Anfahrt
Symphoniekonzert
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