Gesang & Tanz

Antonín Dvořák

Rusalka

Sa. 27.11.2021 um 19:30 Uhr
Stadttheater

Beschreibung

Lyrisches Märchen in drei Akten von Antonín Dvořák / Libretto von Jaroslav Kvapil / In deutscher Sprache mit Übertiteln

So zärtlich umspielt das Wasser den Körper des schwimmenden Prinzen, dass es ihn immer wieder magisch zum See zieht. Was er nicht ahnt: In den liebevollen Wellen verbirgt sich die Nixe Rusalka, die sich danach verzehrt, den Prinzen richtig in die Arme schließen, richtig lieben zu dürfen. Ihre Sehnsucht wird so groß, dass sie die väterlichen Warnungen des Wassermanns missachtet, ihre Unsterblichkeit aufgibt und die Welt der Elementargeister hinter sich lässt. Eine Hexe gibt ihr menschliche Gestalt und Seele, ihre Stimme aber bleibt für die Menschen unhörbar. Als der Prinz die stumme Schönheit findet, verliebt er sich auf Anhieb. Doch kurz vor der Heirat schwindet die anfängliche Faszination. Inmitten der ausgelassenen Hochzeitsgesellschaft erscheint sie ihm als kalter, schweigsamer Fremdkörper, sodass er leicht den Verführungskünsten einer fremden Fürstin erliegt. Diese Untreue besiegelt Rusalkas und sein Schicksal. Ausgestoßen von Menschen- und Wasserwelt, muss Rusalka ein Dasein als Irrlicht fristen, bis sie ihrem unbeständigen Liebsten den Tod gebracht hat.

Ob sie Undine, Melusine oder die kleine Meerjungfrau heißen – die bereits aus Volksmärchen bekannten weiblichen Wasserwesen, deren Liebe zu einem Menschen häufig beide ins Unglück stürzte, verzauberten die Romantik. So auch den tschechischen Komponisten Antonín Dvořák, der aus diesem Themenkreis seine erfolgreichste Oper schuf. Abweichend von der vorherrschenden Erzählweise schildert er in seinem Spätwerk die Geschichte aus der Sicht der Elementargeister. Volksliedhaft einfach verrät Rusalkas berühmtes Lied an den Mond ihre tiefe Verbundenheit mit der Sphäre der Natur, aus der sie sich zu lösen sucht. Demgegenüber steht ein farbenreicher, symphonisch dichter Orchestersatz, der nicht nur die Natur zum Leben erweckt, sondern Rusalkas Empfindungen auch da Ausdruck verleiht, wo sie selbst zum Schweigen verdammt ist. Schöner und schmerzvoller kann Sehnsucht kaum zum Klingen gebracht werden.

Termine

Kurzinfo

Spielort
Stadttheater
Niederwall 27
33602 Bielefeld
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